Ich wache frùh auf.
Frùh heisst gegen 10.30.
Trinke zwei Kaffee, meditiere vor mich hin.
Darf ich heute raus? Werde ich es schaffen?
Was ist mit den Menschen? Werden die mich sehen?
Nein.
Du bist unsichtbar.
Nach ein paar Stunden kann ich mich ùberwinden.
Ich dusche, ich ziehe mich an, trinke einen Kaffee, rauche eine Zigarette, laufe auf der Strasse.
Habe ich gelàchelt? Hatte ich einen genervten Blick?
Ich weiss es nichtmehr.
Ich steige in die Bahn.
Und plòtzlich ist Sie da.
Diese Frau die vor mir sass.
Ohja.
Was fùr eine Frau!
Sie war mitte 50. Sie war nicht dick aber auch nicht fit. Sie war normal. Unauffàllig.
Doch sie fùhlte sich die Beste.
Ein olivgrùnes Kleid mit artdecò Blumen in altweiss mit breiten Spaghettitràger und knielang.
Schuhe mit Keilabsatz aus korken und drei weisse Bànder auf beiden Seiten, die sich in der Mitte auf einem gànseblumenartigen sechs Blùten grosses mit Swarowskisteinchen beschmùcktes Ding trafen.
Eine cremefarbende Tasche, mit silber Details, ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern.
Eine lockere Swarowskikette um den hals.
Swarowski beschmùckte Ohrringe die das Ohrlàppchen kilometerweit nach unten Zogen, fast bis zur Schulter.
Eine kurzgeschnittene Frisur, auberginenlila, auf der einen Seite lànger als auf der anderen.
Wenig makeup.
Sie war gòttlich.
Sie sass genervt dort, als ob jeder Mensch nur existieren wùrde um sie zu belàstigen. Um ihr das Leben noch hàrter zu machen.
Oh dass passiert mir auch oft.
Sie war mehr als kònglich, sie war majestàtisch.
Sie fùhlte sich in ihrer Haut und ihren 20 verschieden Weisstònen so wohl, dass alles um ihr herum nicht die Wùrde hatte ihr auch nur annàhrend aufmerksamkeit zu schenken.
Sie hatte 3-4 Blàtter Toilettenpapier in der Hand, dieses teuere, mehrlagige, was jeglichen alten, voller falten und flachen Frauenhinter wieder sanft und geschmeidig machen wùrde wie ein Babypopo.
Sie tupfte sich zart die Stirn damit ab.
Sie hatte nun ein Babypopo Gesicht.
Dass war das Highlight meines Tages. Mehr weiss ich nichtmehr.
giovedì 31 maggio 2012
Manchmal stirbt die Hoffnung zu frùh.
Manchmal passiert es dass die Hoffnung stirbt,
mein Kòrper wird schwer, kracht auf meine Seele mit einem stumpfen Schlag.
Wieso sollte ich mich fragen.
Habe ich mein Leben im Griff?
Ich habe es mit einer Glasshaut umhùllt.
Zerbrechlich wie das Bein einer Heuschrecke.
Und doch ist sie da, sie hàllt mich.
Sie làsst mich glauben.
Alles hat sein Weg.
mein Kòrper wird schwer, kracht auf meine Seele mit einem stumpfen Schlag.
Wieso sollte ich mich fragen.
Habe ich mein Leben im Griff?
Ich habe es mit einer Glasshaut umhùllt.
Zerbrechlich wie das Bein einer Heuschrecke.
Und doch ist sie da, sie hàllt mich.
Sie làsst mich glauben.
Alles hat sein Weg.
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